Eine Liebeserklärung von James Krüss

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schaluppe

     oder

Poesie und Seefahrt

 

 

 

 

Noch zu allen Zeiten blieb                     Die Motoren-Ära fing

Jenes Fahrzeug das begehrte,                 An mit der Jahrhundertwende.

Das sich auch als Serientyp                   Mit der letzten "Hoffnung" ging

Ganz besonders gut bewährte.                Die Schaluppenzeit zu Ende.

 

Immer schätzt man ( wie bekannt )          Ihre Segel mußten ruhn.

Irgend eine Fahrtzeug-Gruppe.               Nachthaus, Sanduhr und Laterne

Also wars auf Helgoland                        Der Schaluppen rückten nun

Dermaleinst mit der Schaluppe.              In poetisch dunkle Ferne.

 

Deißig lang und neun Fuß breit,              Aus nun war die schöne Zeit,

Leichter als die Boote heute,                 Da sie angesegelt kamen,

Bauten sie zu jener Zeit                       Die Schaluppen, rund und breit,

Helgoländer Schiffbau-Leute.                Mit den wunderhübschen Namen.

 

Anfangs sind nur zwei, drei Mann            Namen, voll von Poesie,

Mit dem Boot auf Fahrt gegangen.           Standen auf dem Bug geschrieben.

Später wurdens viere dann;                    " Mond " und  " Sonne " hießen sie

Denn man fuhr zum Fischefangen.            Oder " Zu den dreizehn Lieben ".

 

Siebzehnhundertfünnefzehn                    " Laura " oder " Ella " auch

Tat man hier zum ersten Male                ( Wie im Schäferspiel die Puppen )

Mit Schaluppen fischen gehn.                  Nannte man nach schönem Brauch

( Wenn auch nicht auf Grönland-Wale ).    Auf der Insel die Schaluppen.

 

Die Schaluppe konnte ein                        Eine hieß " Citronbaum " gar,

Guter Seemann spielend führen;               Eine hieß " John Bull " zum Scherze,

Denn er konnte leicht und fein                 Und ein andres, älteres Paar:

Damit vor dem Wind lavieren.                  " Rotes Herz " und " Gelbes Herze ".

 

Knapp zweihundert Jahre lang                  Kurz, man hat auf Helgoland,

War dies Fahrzeug á la mode,                  Wo wir Poesie kaum kennen,

Dann ( das ist der Zeiten Gang )              Reichlich Phantasie verwandt,

Segelte es sich zu Tode.                         Um die Boote zu benennen.

 

Die Schaluppe "Hoffnung" war                 Mancher zieht daraus den Schluß,

Wohl die letzte, die geblieben.                 Daß das Helgoländer Völkchen

Sie verkehrte noch im Jahr                     Eine Neigung haben muß

Neunzehnhundertsechs bis -sieben.           Zu poetischen Lämmerwölkchen.

 

Schließlich hat sie, müd und matt,             In der Tat ist ihnen viel

Hoffnungslos den Dienst verweigert.        Lockre Phantasie zu eigen.

Und ihr Käptn, Jaspers, hat                     Doch das soll mit viel Gefühl

Sie für vierzehn Mark versteigert.           Eine spätre Folge zeigen.

 

                                       Es ist stets derselbe Kram

                                       In der Zeiten feuchtem Reigen.

                                       Was nach den Schaluppen kam,

                                       Wird die nächste Folge zeigen.

Kontakt und Reservierung

Rufen Sie uns gerne an:

 +49 4725 814195

 Oder nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.

Mein Helgoland

Mitgliedschaft im Verein bluehouse-helgoland

s. unter Aktuelles

Informieren Sie sich!